Kostenlosen Ratgeber zur Verteidigung gegen
Abmahnung als 28 Seiten PDF-Dokument
Achtung: Der Beitrag kann die rechtliche Beratung im Einzelfall nicht ersetzen!

Der Aid24 Rechtsanwaltskanzlei liegt ein neues Schreiben der Kanzlei Gebler-Fleischhacker vor. Die Kanzlei agiert darin angeblich im Auftrag des Künstlers Sebastian Krüger, der für seine detailreichen Cartoons und Illustrationen bekannt ist.
Im konkreten Fall geht es darum, dass Bilder angeblich ohne gültige Nutzungsrechte verwendet wurden. Der Vorwurf: Die Werke wurden angeblich auf Internetseiten öffentlich zugänglich gemacht und zwar ohne vorherige Zustimmung des Rechteinhabers.
Die Kanzlei bei Hannover fordert in der Regel mehrere Dinge:
Dabei wird auf § 97 UrhG als rechtliche Grundlage verwiesen. Wer eine solche Abmahnung erhält, steht oft unter Zeitdruck, denn meist ist eine knappe Frist gesetzt.
Eine vermeintliche Abmahnung der Kanzlei Gebler Fleischhacker folgt meist einem klar strukturierten Muster. Die Rechtsanwältin aus dem Raum Hannover hat sich auf das Urheberrecht spezialisiert und vertreten angeblich zahlreiche Künstler und Agenturen im Bereich Bildnutzungsrechte.
Das typische Vorgehen sieht meist so aus:
Die Kanzlei Gebler Fleischhacker vertritt dabei nicht nur einzelne Künstler, sondern arbeitet angeblich eng mit Verwertungsgesellschaften und Agenturen zusammen.
Schwerpunkte der Kanzlei:
Wer Post von Gebler Fleischhacker erhält, sollte wissen: Die Kanzlei verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich und kennt die üblichen Abläufe. Eine Ignorierung des Schreibens führt in der Regel zu weiteren Schritten.
Unserer Ansicht nach steht hinter vielen vermeintlichen Abmahnungen im Bereich Cartoon und Karikatur die Catprint Media GmbH als Agentur für Künstlermanagement. Catprint hat sich darauf spezialisiert, die Bildnutzungsrechte ihrer vertretenen Künstler aktiv zu schützen und unerlaubte Nutzungen zu verfolgen.
Die Aufgaben von Catprint umfassen:
Wer Bilder von Künstlern nutzt, die von Catprint vertreten werden, sollte besonders vorsichtig sein. Die Agentur geht systematisch gegen Verstöße vor und scheut auch nicht den Weg über ein Verfügungsverfahren, wenn Abgemahnte nicht kooperieren.
Die Besonderheit bei Fernandez:
Wer Bilder von Miguel Fernandez nutzt, sollte unbedingt prüfen, ob die erforderlichen Nutzungsrechte vorliegen.
Die Rechteinhaber oft vertreten durch Catprint Media GmbH lassen unserer Ansicht nach zum Teil systematisch das Internet nach unerlaubten Veröffentlichungen durchsuchen.
Karikaturen, Cartoons und andere künstlerische Werke von Zeichnerinnen und Zeichnern wie Sebastian Krüger oder Miguel Fernandez genießen in der Regel urheberrechtlichen Schutz nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 UrhG.
Der Abmahnende in diesem Fall vertreten durch Rain Gebler Fleischhacker warf dem Abgemahnten vor, durch das öffentliche Zugänglichmachen gegen § 19a UrhG verstoßen zu haben. Das kann weitreichende Folgen haben:
Mögliche rechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit einer Urheberrechtsverletzung sind unter anderem:

Normalerweise wird der Schadenersatz anhand einer fairen Lizenzgebühr bestimmt. Die Dauer der Veröffentlichung, der Zeitraum und der Wert des Streits sind hierbei wichtig. Auch der Gewinn, der dadurch entstanden ist, kann eine Rolle spielen.
Agenturen für Künstlermanagement wie die Catprint Media GmbH bzw. Catprint vertreten häufig die Bildnutzungsrechte ihrer Künstler und gehen unserer Ansicht nach systematisch gegen unberechtigte Nutzung vor. Solche Abmahner verfolgen unserer Ansicht nach die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen konsequent.
Ein entscheidender Faktor für die Höhe des Schadensersatzes ist die Dauer, in der das Werk online war. Die Kanzlei Gebler Fleischhacker fordert deshalb stets Auskunft über den genauen Zeitraums der Veröffentlichung. Je länger ein Bild unrechtmäßig im Netz stand, desto höher fällt in der Regel der Schaden aus.

Problematisch wird es, wenn der Abgemahnte keine genauen Angaben mehr machen kann. Wurde ein Beitrag auf Facebook vor Jahren gepostet und niemand erinnert sich an das exakte Datum, kann die Gegenseite ggf. einen längeren Zeitraum annehmen. Deshalb ist es ratsam, Screenshots und Beweise zu sichern, bevor man das Material löscht.
Die Länge der Nutzungsdauer beeinflusst auch, ob zusätzliche Ansprüche geltend gemacht werden. Bei sehr kurzen Zeiträumen von wenigen Tagen lässt sich möglicherweise argumentieren, dass der Schaden minimal war. Bei monatelanger oder jahrelanger Nutzung hingegen steigen die Forderungen deutlich.
Bei dieser Variante bleibt die Höhe der Vertragsstrafe zunächst offen. Erst wenn es später zu einem erneuten Verstoß kommt, legt der Abmahner die Strafe nach billigem Ermessen fest. Der Abgemahnte kann diese Summe dann gemäß § 315 BGB gerichtlich überprüfen lassen, falls sie unverhältnismäßig erscheint.
Vorteile:
In einem Verfügungsverfahren oder bei der späteren Durchsetzung zeigt sich oft: Der Hamburger Brauch bietet beiden Seiten mehr Spielraum als eine von Anfang an festgelegte Summe. Gerade bei Fällen im Internet, wo die Tragweite schwer einzuschätzen ist, macht diese Vorgehensweise Sinn.

Eine E Mail an Gebler Fleischhacker sollte sachlich und knapp gehalten sein. Lange Rechtfertigungen oder
emotionale Ausführungen bringen in der Regel nichts. Besser ist es, zunächst nur um Fristverlängerung zur anwaltlichen Prüfung zu bitten.
Auch hier gilt: Vorher mit dem eigenen Anwalt besprechen. Was einmal per E Mail verschickt wurde, lässt sich nicht mehr zurückholen und kann im späteren Verfahren gegen einen verwendet werden.
Eine übereilte Reaktion ist selten ratsam. Wer vorschnell unterschreibt, bindet sich über Jahre an eine Unterlassungsverpflichtung mit potentiell hohen Kosten bei jedem weiteren Verstoß.
Unsere Empfehlung:
Nehmen Sie Kontakt zu einer spezialisierten Kanzlei auf, bevor die Frist abläuft.
Der Hintergrund vieler gescheiterter Selbstverteidigungen ist simpel: Mangelndes Fachwissen führt zu Fehlern, die später teuer werden. Wer Details übersieht oder die Tragweite einer Unterlassungserklärung unterschätzt, zahlt am Ende drauf.
Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen sind ernst zu nehmen aber nicht jede Forderung ist alternativlos. Mit der richtigen Strategie und einem klaren Blick auf die Details lassen sich oft bessere Lösungen finden als die Abgabe der vorgefertigten Erklärung.
Der Hintergrund ist letztlich immer derselbe: Künstler und ihre Agenturen wollen ihre Rechte schützen, und Kanzleien wie Gebler-Fleischhacker setzen diese Ansprüche durch. Wer eine Abmahnung erhält, sollte nicht in Panik verfallen, sondern besonnen handeln und sich beraten lassen, bevor er etwas unterschreibt.



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